Prozess gegen 18-Jährigen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Hamburg gestartet / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv
Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Hamburg muss sich seit Montag ein 18-jähriger IS-Anhänger vor dem Jugendschöffengericht der Hansestadt verantworten. Der Heranwachsenden soll geplant haben, möglichst viele "Ungläubige" durch eine Sprengstoffexplosion, Molotowcocktails oder mit einem Messer zu töten, wie aus der Anklage hervorgeht. Der Prozess ist einem Gerichtssprecher zufolge bis zum 2. November terminiert.
Als mögliche Anschlagsorte kamen für den Angeklagten laut Generalstaatsanwaltschaft ein Einkaufszentrum, eine Bar oder eine Polizeiwache in Hamburg in Frage. Er habe sich bereits Universaldünger, flüssigen Grillanzünder, eine Sturmhaube und ein Messer beschafft. Am 7. Mai 2026 wurde er festgenommen.
"Inspiration" für die Anschlagspläne soll die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewesen sein, hieß es von der Anklagebehörde. So wird ihm auch vorgeworfen, auf einem Social-Media-Profil IS-Videos gepostet zu haben.
Da der Angeklagte zur Tatzeit noch Jugendlicher war, findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Laut Staatsanwaltschaft war der 18-Jährige einer vorläufigen sachkundigen Einschätzung zufolge aufgrund einer psychischen Erkrankung erheblich vermindert schuldfähig.
A.Zacharia--BD