Mehr als 12.000 Hektar Land durch Waldbrände in Griechenland zerstört / Foto: Angelos TZORTZINIS - AFP
Durch die Waldbrände in Griechenland sind mittlerweile mehr als 12.000 Hektar Land zerstört worden. Nach Angaben des Wetterdienstes des Nationalen Observatoriums wurden allein bei mehreren Bränden im Golf von Korinth, die besonders in der Region des beliebten Küstenortes Porto Germeno in der Nähe von Athen wüteten, bis Sonntag mehr als 6500 Hektar Land verbrannt. Auf den Inseln Kreta und Paros zerstörten die Brände demnach weitere 6000 Hektar.
Die Feuerwehr hatte am Sonntag weiterhin an verschiedenen Fronten mit Bränden zu kämpfen. Die stürmischen Winde hätten "äußerst schwierige Bedingungen geschaffen, die in vielen Fällen dazu führen, dass Flugzeuge entweder kein Wasser aufnehmen oder aufgrund extremer Turbulenzen keine Löschabwürfe ausführen können", erklärte der Minister für Zivilschutz, Evangelos Tournas. Für die Einsatzkräfte seien die Grenzen der Belastbarkeit erreicht.
Drei Feuerwehrleute kamen in den vergangenen Tagen im Kampf gegen die Flammen ums Leben, zwei auf Kreta und einer auf der Halbinsel Peloponnes. Auch wenn die Winde am Samstag etwas nachließen, galt für den Großraum Athen, die Region Böotien und die Insel Euböa am Sonntag weiterhin die höchste Risikostufe.
In der Region von Porto Germeno, das rund 70 Kilometer nordwestlich von Athen liegt, waren fast 500 Feuerwehrleute im Einsatz, weitere rund hundert im Norden des Peloponnes. Ein neuer Brandherd wurde am Samstagabend auf der ionischen Insel Kefalonia registriert.
Griechenland wird wie auch andere Mittelmeeranrainer jeden Sommer von Hitzeperioden und Waldbränden heimgesucht. Nach Erkenntnissen der Wissenschaftler erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden.
C.F.Salvi--BD